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Winfried Kretschmann · 6,784 like this
February 6 at 6:32am ·
  • Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
    sehr geehrte Damen und Herren,

    in den letzten Tagen und Wochen erreichten mich Schreiben sowie Beiträge auf Facebook und Twitter von Bürgerinnen und Bürgern, deren Inhalt mir sehr zu denken gibt. Mal mehr, mal weniger deutlich wird darin gefordert, Stuttgart 21 dürfe auch nach dem Ergebnis der Volksabstimmung nicht gebaut werden. Daher möchte ich Ihnen mit diesem offenen Brief meine Sicht der Dinge darstellen.

    Der 27. November 2011 ist ein Datum, das bei mir ganz unterschiedliche Gefühle weckt. Einerseits konnten mit der Volksabstimmung über das „S 21-Kündigungs-gesetz“ zum ersten Mal in der Geschichte Baden-Württembergs die Bürgerinnen und Bürger jenseits von Wahlen unmittelbar Einfluss nehmen und in einer Sachfrage eine Entscheidung treffen. Wenngleich das Wort für uns Deutsche aus geschichtlichen Gründen nicht nur positiv besetzt ist, so bin ich doch ein wenig stolz darauf, dass es uns gelungen ist, mit der Volksabstimmung einen historischen ersten Schritt in eine echte Bürgergesellschaft gemacht zu haben.

    Andererseits ist der 27. November für mich persönlich ein sehr bitterer und auch schmerzlicher Tag gewesen. Denn an diesem Tag hat sich eine klare Mehrheit der Abstimmungsberechtigten Baden-Württembergs für eine finanzielle Beteiligung des Landes an dem Bahnprojekt Stuttgart 21 ausgesprochen. Lediglich in sieben von insgesamt 44 Stimmkreisen hat das „S 21‑Kündigungsgesetz“ eine Mehrheit von Ja-Stimmen gefunden. Demgegenüber haben 58,9 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen in Baden-Württemberg gegen den Gesetzentwurf votiert. Selbst im Stadtkreis Stuttgart, wo ich ein anderes Ergebnis erwartet hatte, hat sich keine

    Mehrheit der Wählerinnen und Wähler für das S 21-Kündigungsgesetz ausgesprochen: Mit 52,9 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen wurde ein Ausstieg aus der Finanzierung von Stuttgart 21 abgelehnt. Über ein Jahrzehnt hinweg haben ich und die Grünen im Landtag und darüber hinaus gegen das Projekt argumentiert und für Alternativen geworben und so ist dieses Votum des Volkes für mich eine schmerzliche Entscheidung, an der ich persönlich schwer trage. Ich hatte mir einen anderen Ausgang gewünscht, denn ich bin weiterhin der Überzeugung, dass die Alternativen zu Stuttgart 21 besser gewesen wären. Schmerzlich ist der Ausgang aber auch deshalb, weil ich eingestehen muss, dass wir die Mehrheit der Bevölkerung mit unseren guten sachlichen und fachlichen Argumenten nicht überzeugen konnten.

    Am 27. November 2011 hat das Volk entschieden. Und als überzeugter Demokrat und Ministerpräsident akzeptiere ich den Willen des Souveräns. Damit entfällt in einer Demokratie für die Politik und für mich als Ministerpräsident die Legitimation, das Projekt Stuttgart 21 dem Grunde nach immer und immer wieder in Frage zu stellen. Nicht ausgeschlossen ist es hingegen, die Fehler und Schwächen des Projekts deutlich aufzuzeigen, den Finger in die Wunde zu legen und auf Nachbesserungen zu drängen. Das verstehe ich unter einem kritisch-konstruktiven Begleiten von Stuttgart 21 PLUS. Wer allerdings meint, die Landesregierung und insbesondere ich als Ministerpräsident könnten oder müssten das Projekt über solche Schwächen noch endgültig zu Fall bringen, dem muss ich ganz klar sagen, dass ich dies nicht machen werde. Die Bahn darf Stuttgart 21 bauen. So hat das die klare Mehrheit der Abstimmenden gewollt. Es gehört zum Wesenskern der Demokratie, dass man Mehrheitsentscheidungen akzeptiert, ob sie einem nun gefallen oder nicht.

    Allen war bewusst, dass mit der Volksabstimmung über das S 21-Kündigungsgesetz selbstverständlich mittelbar über die Realisierung der Projekte Stuttgart 21 und die Alternativen abgestimmt wird. Alle Argumente, die gegen Stuttgart 21 und für die Alternativen sprechen, sind im Zuge der äußerst umfassenden Diskussionen im Vorfeld der Volksabstimmung, in der Schlichtung und/oder bereits weit vorher, geäußert und vorgetragen worden. Ich will auch gerne erneut betonen, dass ich viele der kritischen Argumente zu Stuttgart 21 persönlich teile. Sämtliche Argumente in der Debatte sind vorgebracht, gewendet und abgewogen worden. Jede Bürgerin und jeder Bürger hatte umfassenden Zugang zu ihnen. Es gab hunderte Veranstaltungen und Foren sowie Diskussionsrunden unterschiedlichster Art. Es gab die Schlichtung. Niemand wurde ausgeschlossen. Über mehr als ein Jahr hinweg ist das Thema in der Stadt, regional und überregional intensiv verhandelt worden. Und gerade in Zeiten des Internets und anderer moderner Kommunikationsmittel kann keine Rede davon sein, dass Informationen hinter dem Berg gehalten oder verschwiegen worden seien. Die Fakten, die für oder gegen Stuttgart 21 sprachen und sprechen, lagen offen auf dem Tisch. Und allen war klar, was im Falle eines Scheiterns des S 21-Kündigungsgesetzes unaufhaltsam kommen wird: Abriss des Südflügels, Freimachung des Baufeldes im Mittleren Schlossgarten zur Errichtung des Trogbauwerkes durch Fällen oder Versetzen der Bäume und Grundwasserentnahme. Die Argumente, die Sie gegen Stuttgart 21 anführen, waren der Bevölkerung hinlänglich bekannt. In der Broschüre zur Volksabstimmung konnten Pro- und Contra-Seite Ihre Argumente kompakt vortragen. Jeder, der wollte, konnte darüber hinaus sich jede Facette und noch differenzierte Argumente beschaffen. Gleichwohl hat sich deren Mehrheit am Ende für das Projekt entschieden. An dieser Erkenntnis führt einfach kein Weg vorbei.

    In der Regierungsform der Demokratie – und bei der direkten Demokratie zumal – gehen wir von einer mündigen Bürgerschaft aus. Wir nehmen an, dass Menschen informiert sind bzw. sich Informationen beschaffen (können), bevor sie zu Wahlen und Abstimmungen gehen, und dass sie dann abgewogene Urteile und Entscheidungen fällen. Allerdings können wir niemanden dazu zwingen.

    Jede (volljährige) Bürgerin und jeder (volljährige) Bürger hat eine Stimme, und alle Stimmen haben den gleichen Wert. „One Man, one vote“ ist zu Recht ein Kernsatz demokratischer Verfassung. Und jede Stimme zählt gleich, egal wer sie abgibt, ob etwa Professorin oder Putzfrau, aus welchen Gründen und Motiven auch immer, ob sie sich gut oder schlecht informiert hat.

    Ein weiterer Kernsatz der Demokratie ist, dass Mehrheiten entscheiden. Darauf ist demokratische Politik angewiesen, denn etwas Besseres als die Mehrheitsregel ist noch niemandem eingefallen. Wer, wenn nicht die Mehrheit in einer demokratischen Abstimmung soll denn die Legitimität einer Entscheidung begründen? Wie soll denn verfahren werden, wenn eine klare Mehrheit in einer strittigen Frage vorliegt? Soll dann das Votum dieser Mehrheit etwa nicht umgesetzt werden? Mit welchem Recht wollte man sich als Regierung dem verweigern? Woran sollen sich Entscheidungen ausrichten, wenn nicht an vorangehenden Mehrheiten in Wahlen und Abstimmungen? Die Grün-Rote Koalition ist hier ohnehin schon sehr weit gegangen, nachdem große Mehrheiten im Parlament Stuttgart 21 längst beschlossen hatten, diese Entscheidung erneut in Form einer Volksabstimmung wieder aufzurufen. Wenn wir uns dieser Mehrheitsentscheidung bei Stuttgart 21 verweigern würden, wie könnten wir dann in Zukunft selbst auf unseren Mehrheitsentscheidungen bestehen?

    Niemand verlangt, die Position der anderen Seite zu übernehmen. Und niemand verlangt, mit der eigenen Meinung künftig hinter dem Berg zu halten. Aber der – in vielen Schreiben und anderen Veröffentlichungen der letzten Wochen zu findende - Appell an die Verantwortung der Bürgerinnen und Bürger und der Verweis auf die großen Erwartungen, denen man gerecht werden müsse, der Hinweis auf die verantwortlichen Politiker und Planer gehen darüber hinaus: sie dokumentieren, dass man das Votum der Volksabstimmung nicht akzeptiert.

    Was bedeutet die Nichtanerkennung solcher Ergebnisse für die Demokratie allgemein und für das an Recht und Gesetz gebundene Regieren im Konkreten? Wie soll Legitimation für politisches Handeln hergestellt werden? Wer bestimmt, entscheidet und handelt dann in staatlichen Angelegenheiten? Soll dies eine elitäre Expertokratie sein, von der manch antiker Denker schrieb?

    Der Konflikt um Stuttgart 21 war ein tiefer und heftiger Konflikt, der Stadt und Land mehr und mehr zu spalten drohte. Wie sollen schwierige Konflikte beigelegt werden, wenn nicht einmal eine Volksabstimmung als letzte Autorität anerkannt wird? Soll man weiter streiten bis in Ewigkeit? Ganz allgemein: Wie soll Demokratie dann überhaupt funktionieren? Was sind die Alternativen? Diese Fragen drängen sich mir bei der Lektüre Ihrer Briefe, E-Mails, Postings und Tweets auf. Welche Antworten wollen Sie finden, ohne grundsätzliche demokratische Prinzipien unseres Gemeinwesens in Frage zu stellen?

    Vielleicht gibt es auch noch andere Gründe, die Sie bewogen haben, ihre Schreiben so zu formulieren. Halten Sie komplexe politische Sachfragen für nicht geeignet, um sie durch die Bevölkerung direkt abstimmen zu lassen? Und schließen sich damit den Gegnern bzw. Skeptikern der direkten Demokratie an, von denen es ja manche gerade in den konservativen Parteien gibt? Eine solche Position ist keineswegs ehrenrührig und hat gute Argumente auf ihrer Seite – man sollte sie nur klar benennen. Ich persönlich teile diese Auffassung jedenfalls nicht, im Gegenteil: Die im Vergleich sehr hohe Beteiligung der Bürgerschaft an der Volksabstimmung ist für mich ein deutliches Indiz, dass die Menschen in unserem Lande über mehr Themen direkt mitentscheiden wollen und nicht über weniger. Prinzipiell gilt allerdings, dass das Volk in seiner Mehrheit natürlich genauso Fehlentscheidungen treffen kann, wie die Mehrheit in einem Parlament. Denn in der Demokratie wird nicht über Lüge und Wahrheit entschieden, sondern über Alternativen.

    Wer der Auffassung ist, dass die Volksabstimmung nicht rechtmäßig abgelaufen sei, für diejenige oder denjenigen gibt es in einem Rechtsstaat ebenfalls den Weg, den die gewaltenteilende Demokratie vorsieht: Die Klage vor den Gerichten. Der entsprechende Weg ist ja von einigen auch bereits beschritten worden. Aber gewiss kann dies keine Forderung an die Exekutive sein. Schon gar nicht wenn sie wie in diesem Fall die Volksabstimmung nach sorgfältiger Prüfung selber eingeleitet hat.

    Zu diesen Themen hinzu kommt eine Sorge, die mich umtreibt. Es ist die Sorge, dass das, was die Protestbewegung gegen Stuttgart 21 an Positivem und Wegweisendem für die Republik bereits erreicht hat – für die Zukunft ein grundsätzliches Überdenken von Planungsprozessen, eine Ausweitung und Verbreiterung der Beteiligung der Bürgerschaft auf unterschiedlichsten Ebenen, Transparenz und Offenheit bei den Alternativen und manches mehr –, dass diese großen Erfolge also gefährdet und womöglich konterkariert werden, weil maßgebliche Protagonisten des Protestes das Resultat der Volksabstimmung nicht akzeptieren.

    All dies zusammengenommen stelle ich mir eine grundsätzliche Frage: Wenn auch bekannte und anerkannte Persönlichkeiten das Ergebnis einer Volksabstimmung nicht anerkennen und respektieren wollen – wie soll dann die Bürgergesellschaft und die neue Bürgerdemokratie eigentlich funktionieren?

    Und ins Konkrete gewendet leitet sich daraus eine für den politischen Alltag elementare Frage ab. Nachdem die Volksabstimmung ein so klares Votum hervorgebracht hat: Können Sie sich ernsthaft einen Ministerpräsidenten und eine Landesregierung wünschen, die sich – weil ihnen ein politisches Ergebnis missfällt – über den Willen der Mehrheit in einem Gesetzgebungsverfahren (denn nichts anderes ist eine Volksabstimmung nach unserer Landesverfassung) hinwegsetzt, dagegen opponiert und sich schlichtweg nicht an Gesetz und Recht gebunden fühlt? Niemand, der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ernst nimmt, kann sich dies am Ende wünschen, auch die nicht, die in der Sache verloren haben. Denn wir würden dann Tür und Tor öffnen für eine Entwicklung, an der keinem von uns ernsthaft gelegen sein kann.

    So schmerzlich und bitter die Entscheidung des Volkes für Stuttgart 21 in der Sache für uns Gegner war. Ungleich schlimmer wäre es, das Votum letztlich nicht anzuerkennen. Denn dies hieße nichts anderes, als unseren demokratischen Rechtsstaat in Frage zu stellen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Winfried Kretschmann
    373Like · Comment
    • Hans-Dieter Brune, Beck Stefan, Ingrid Dettinger and 1,500 others like this.
      • Clemens Geier Danke Herr Kreschmann, dafür, dass Sie ein Demokrat sind. Sowas sind wir Schwaben halt noch nicht gewohnt.
        February 7 at 11:39am · 3
      • Henrik Hartmann ‎@Willy Herrmann: Verehrter Herr Herrmann, Sie begreifen nicht, dass der Schlichterspruch keineswegs eine bindende Vereinbarung darstellte, sondern lediglich ein VORSCHLAG des Herrn Geissler war, der angenommen oder abgelehnt werden konnte. Wie bekannt wurde er von BEIDEN Seiten abgelehnt. Also was soll das Gerede vom "bindenden" Schlichterspruch?
        February 7 at 11:57am · 1
      • Claudia Gillberg Nachschub: dass hier so viele Bürger Herrn Kretschmann dafür danken, dass er ein 'Demokrat' ist, ist fast lustig. Was soll denn bitteschön sonst ein deutscher, demokratisch gewählter Politiker sein? Wovon seid ihr denn ausgegangen?
        February 7 at 11:59am · 3
      • Eve Ho
        Man sollte aber auch anmerken, dass wenn wie im Schlichterspruch gefordert möglichst viele Bäume versetzt werden, an anderer Stelle Bäume gefällt werden müssten, damit man überhaupt mit den Gerätschaften zur Baumversetzung in den Park kommt.... Desweiteren würden Rasenflächen nachhaltig zerstört werden, was ebenfalls zusätzlich zur Baugrube kaputtes Land wäre.
        All dieser Aufwand wegen ein paar alter Bäume (um die es sicherlich schade ist), aber man sollte doch abwägen was wirklich nötig ist und was eigentlich Unsinn ist.
        Vor allem dann, wenn man sich "Parkschützer" nennt - wenn es nur um die Bäume geht, dann sollte man dies auch so argumentieren!
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        February 7 at 12:23pm · 1
      • Willy Herrmann
        ‎@Henrik. Naja, im Schlichterspruch steht an der wichtigen Stelle: "Diese von mir vorgetragenen Vorschläge in den Ziffern 11 und 12 werden von beiden Seiten für notwendig gehalten."

        Eine Ablehnung klingt bei mir anders. Und von rechtlich "...bindend" habe ich im Zusammenhang mit dem Schlichterspruch an keiner Stelle geredet.

        Moralisch bindend sollte er dennoch sein, oder will jemand dabei ertappt werden, nicht zu seinem Wort zu stehen?
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        February 7 at 12:43pm · 3
      • Berthold Noeske
        Lieber Winfried,
        ich danke für die ausführliche Stellungnahme und Begründung zum Volksentscheid und Demokratieverständnis.
        Zu Zeiten des Franz Joseph Strauß gab es eine Schlachtbank-Karikatur (im Stern?) mit dem Untertext: „Die dümmsten Käl...ber wählen ihren Metzger selber!“
        Ich hätte es begrüßt, wenn INFAS oder andere eine differenzierte Analyse unternommen hätten, wie Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und wie KFZ-Nutzer bzw. die jeweiligen Berufspendler abgestimmt haben und welche Unterschiede es in den Kreisen mit schlechtem ÖPNV-Angebot bzw. besserem gab. Nach meinem Eindruck sind jene die dümmeren Kälber, die eben mehr Benzin im Blut haben und beim ÖPNV ahnungslos sind – und da Baden-Württemberg ein Autoland mit viel Benzin im Blut ist ... haben die Kälber die Mehrheit.

        Was ist meine Wahrnehmung nach dem Volksentscheid?
        1. Auch die S 21-Befürworter hatten das Quorum nicht erreicht. An dieser Stelle darf den „Siegern“, angefangen beim Herren Schuster über Hauck, Rülke bis Schmiedel dies getrost immer wieder mal vorgehalten werden, damit sie ihre Nasen nicht zu hoch tragen.
        2. Es ist zwar richtig, dass jeder Bürger an alle Infos hätten kommen können. Doch darf auch nach dem Volksentscheid nicht unter den Tisch gekehrt werden, mit welchen Mitteln – auch finanziellen z.B. des Arbeitgeberverbandes usw. – die alten CDU-Seilschaften Ort für Ort pressewirksam mit Ängsten und Unwahrheiten bearbeitet haben.
        3. Schau ich mir die landesweiten Ergebnisse an, so komme ich (mit Ausnahme von Stuttgart) zu dem Ergebnis, dass sich über all dort, wo es etwas bessere Angebote bei Bus und Bahn (ÖPNV) gibt, die Wähler sich für eine bessere Bahn und nicht für ein Vergraben von Milliarden entschieden haben. Stuttgart hätte eigentlich ebenfalls dazu zählen können, wären die KFZ-Nutzer und ÖPNV-Abstinenzler nicht durch die Demonstrationen über Jahre provoziert und verärgert worden – damit wurde schließlich selbst der letzte Nichtwähler zum Anti-Demo- und Anti-Kopfbahnhof-Wähler.
        4. Nun, das Volk hat entschieden. – Darf man deshalb Murks nicht mehr Murks nennen? Wer zahlt oder haftet, wenn S 21 geologisch wie fiskalisch aus dem Ruder läuft – wie beispielsweise die Hamburger Philharmonie? Es wurde in den letzten Wochen von den kritischen Beobachtern nicht wahrgenommen, dass „Fehler und Schwächen des Projekts deutlich„ aufgezeigt wurden. Winfried, Du bist doch verpflichtet (ganz demokratisch!) Schaden vom Land abzuwenden? Ab welcher Summe, ab welchem Bauproblem würdest Du Deine Eingriffspflicht wahrnehmen, um Schaden vom Land abzuwenden?
        5. Es ist richtig, dass „in der Demokratie nicht über Lüge und Wahrheit entschieden wird, sondern über Alternativen“ – schön wär’s gewesen. Aber daran haben die Grünen keine Schuld. Diese Alternativenscheidung haben in der Vergangenheit andere Verhindert, es waren der OB Schuster, CDU, FDP und die SPD-Führung. Auch diese Machtarroganz dieser Personen und Parteien darf nicht in Vergessenheit geraten und muss, auch wenn es für manche schon einen langen Bart hat, wiederholt werden, sonst bekommst Du die Prügel, die jene verdient haben.
        6. Leider hat die DB dieses unselige Baurecht von der CDU, FDP und SPD und abgesegnet durch einen Volksentscheid erhalten. Nun muss sie aber für die Murksplanung auch haften und zahlen auch wenn es teurer wird, zu ihren eigenen Lasten, denn sonst gründet sich die Entscheidung – auch der Volksentscheid – auf Lug und Betrug. Und wo die DB sich um das Recht herumzumogeln versucht, erwarten die 1,6 Millionen Wähler und Projektgegner, das diesen Tricksern öffentlich genau auf die Finger geschaut wird.

        Mein Wunsch ist, dass Du und der Verkehrsminister bei jeder Situation, wo das S 21 Projekt thematisiert wird, immer wieder alle die oben genannten Verursacher als die Milliardenverschwender aufzählt und nennt, damit sie nicht in Vergessenheit geraten.

        Mit herzlichem Gruß
        Berth
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        February 7 at 12:43pm · 9
      • Michael Klumpp DARAUF HABEN VIELE GEWARTET! Gut dass der MP gesprochen hat.
        February 7 at 12:50pm
      • Felix Stutengarten
        Danke Winfried Kretschmann für die deutlichen Worte. Sie kommen zwar spät, aber besser spät als nie.
        Sie sagen zwar demokratische Selbstverständlichkeiten, aber wenn man die Kommentare der S21 Gegner hier und anderswo liest, dann wird einem... wieder schmerzlich klar, dass viele Mitbürger die demokratischen Spielregeln nicht verstanden haben, und daher solche deutlichen Worte leider allzu nötig sind.

        Allerdings wäre es wichtig, dass sich die grünen (Verkehrs-) Minister und weitere grüne Politiker ähnlich deutlich zur Demokratie bekennen würden. Derzeit gibt es leider viele Stimmen in Ihrer Partei, die versteckt oder eindeutig gegen die Demokratie argumentieren.

        Und eine derart deutliche und unmissverständliche Rede zur Demokratie von Ihnen auf einer der nächsten Montagsdemos wäre wirklich interessant und hochspannend.
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        February 7 at 12:59pm · 4
      • Jochen Fischer
        ‎@Willy Herrmann: Ich darf darauf Hinweisen, das von einem gewissen Dreigestirn (Stocker, Rockenbauch, von Hermann) nach der Schlichtung gesagt wurde, dass das Aktionsbündniss gegen S21 den Schlichterspruch nicht akzeptiert! Daher kann man ...jetzt eigentlich nur noch von Ironie sprechen, dass ausgerechnet zwei davon jetzt per Eilantrag den von ihnen NICHT AKZEPTIERTEN Schlichterspruch einklagen wollen! Aber dabei auch nur die Punkte 11 und 12, den Rest soll man am besten mit Tipex vom Papier löschen!!! Für mich ist das Aktionsbündniss eine einzige Lachnummer, denn egal was nicht nach ihrer Pfeife geht, das Akzeptirt man nicht! Bsp: Man wollte ne Schlichtung, Es kam S21 PLUS raus, also S21 soll gebaut werden-->Schlichtung nicht akzeptiert; Im Stresstest wird SMA als Gutachter vom Aktionsbündniss vorgeschlagen--> S21 besteht, SMA bestätigt das Ergebniss--> Reaktion des Aktionsbündniss: "SMA ist unseriös!!"; Man bekommt ne Volksabstimmung--> Mehrheit möchte S21--> Es haben die "FALSCHEN" abgestimmt und die Grünen sind jetzt blöd, weil sie beweisen, dass sie Demokraten sind!!! Egal was gemacht wird, ihr akzeptiert es eh nicht... Hört einfach auf weiter der Bevölkerung in BaWü auf die Nerven zu gehn und kapiert das ihr VERLOREN habt!!! Und nun noch ein dankeschön an Herr Kretschmann für die klaren Worte, sie beweisen wenigstens, dass es auf Seiten der Gegner doch noch ein paar Demokraten gibt und nicht nur UNDEMOKRATISCHE und UNBELEHRBARE von der Sorte Stocker, Rockenbauch und von Hermann.See More
        February 7 at 1:17pm · 3
      • Niklas Luerßen
        ‎@Flow Job
        Ja, natürlich. Als Wyhl trotz bestehender Bauverträge nicht gebaut wurde, als Mülheim-Kärlich trotz Baus nicht in Betrieb gegangen ist, sind natürlich gleich alle Investoren aus Baden-Württemberg abgehauen.
        Als Wackersdorf trotz ...bestehender Bauverträge nicht fertiggbaut wurde, sind natürlich gleich alle Investoren aus Bayern abgehauen.
        Als Kalkar trotz Fertigbau sechs Jahre betriebsbereit gehalten und so lange mittels Tricks der NRW-Landesregierung (Bauwerk ein paar cm neben dem in der Planfeststellung vorgesehenen Position) entgegen dem erklärten Willen der damaligen Bundesregierung doch nicht in Betrieb ging, sind natürlich gleich alle Investoren aus Nordrhein-Westfalen abgehauen.

        Wäre S21 abgeblasen worden, hätte das vielleicht 1, 2 Jahre kleine Wellen geschlagen und danach wär wieder alles gut gewesen...
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        February 7 at 3:15pm · 5
      • Martina Ueberschaar
        Ich bin zutiefst enttäuscht von Herrn Kretschmanns Auffassung. Abgesehen davon, dass diese Volksabstimmung von Beginn eine Farce war, ist sie dennoch kein Freibrief für die Bahn, Natur- und Kulturdenkmäler unwiderbringlich zu zerstören. Lei...der scheint es Ihnen, Herr Kretschmann, egal zu sein, inwieweit die Bahn überhaupt in der Lage ist , ihre Verträge zu erfüllen - sie pocht immer nur auf Erfüllung der Verträge von anderer Seite (der Zahlenden). Gibt das nicht zu denken? Keine der vielen offenen Fragen sind geklärt, gravierende Planungsänderungen noch nicht festgestellt, da tauchen schon Probleme über Probleme auf. Und was passiert? Da wird von Seiten der Landesregierung nicht nachgefragt und gefordert, da wird nur erfüllt. Die grüne Landesregierung als Erfüllungsgehilfen - wer hätte das vor der Wahl gedacht, dass es nun gar keine Opposition mehr im Landtag gibt. Trauriges Stuttgart.See More
        February 7 at 3:16pm · 4
      • Roland Adam
        ‎@ Jochen Fischer ---wer sagte noch und warb damit im Wahlkampf : Die Schlichtung wird Eins zu Eins umgesetzt ? Eben -----Und wem wurde incl. der deutschen Bevölkerung stets vorgehalten -man habe doch ein Schlichtungsergebnis ---und nun mus...s Ruhe sein ----Es war nichts anderes als ein teutet PR-Geck wie sich heute zeigt ---eine neue mediale Möglichkeit das Volk ruhigzustellen ---und man schämt sich nicht die gesammte BRD am Fernseher belogen zu haben .............Oder können sie aufzeigen -das auch nur ein Punkt aus der Schlichtung heraus übernommen wird -bzw...wurde ....Und das tragische ist hier eben das eine Partei die Fortschrittlich ökologisch innovativ und bürgernah sein sollte genau diesen Betrug aufnimmt und für Ihre Argumentation nutzt ---------Ich bin mir sicher -----Es fallen in BW nicht nur die Baeume -nichts mehr wird ab diesem Tag mehr wie früher sein ---------das betrifft insbesondere grau-pinky ---------diese allein tragen dafür die Verantwortung wenn es zur naechsten Landtagswahl heisst ----Alte Verhältnisse wieder hergestellt -------------und dann bitte liebe Graue ----nicht die Schuld auf den Waehler abwaelzen ....ihr habt es in der Hand gehabt und Ehrlichkit hätte Politikwechsel eingelaeutet ------Das Argument ---Grau waehlen um schwarz zu verhindern -wird nicht zaehlen -------denn es hibt keinen UnterschiedSee More
        February 7 at 11:21pm · 2
      • Patrick Roigk
        Der MP macht das was das Wesen einer Demokratie aus macht. Er wirbt um Mehrheiten, erhällt er diese nicht muß er sich den Mehrheiten beugen die ihm das Volk deutlich macht. Jeder der hier nur Kritik übt, scheint zu vergessen das dieses Syst...em eines der Erfolgreichesten Systeme ist welche es Weltweit gibt. Ich möchte nicht in Unterdrückung leben wo auch die freie Meinungsäußerung nicht zählt, dies sind Erungenschaften der Freiheit nach dem 2. Weltkrieg und dem Ende des Sozialismus.See More
        February 8 at 1:30am · 2
      • Stefan Dangel
        Lieber Herr Kretschmann,
        herzlichen Dank für die Wiederholungsstunde im Demokratieunterricht. Ganz abstrakt betrachtet und losgelöst von diesem Fall ist das alles sehr richtig, was Sie sagen. Aber die schönste demokratische Mehrheitsentsche...idung ist nichts wert, wenn von vorne herein der Abstimmungsgegenstand faul ist. In diesem Zusammenhang erschüttert mich einigermaßen Ihr Satz: „Denn in der Demokratie wird nicht über Lüge und Wahrheit entschieden, sondern über Alternativen.“ Alternativen, die auf Unwahrheiten beruhen, sind aber keine. Hätten Sie als Landesregierung alles darauf verwendet, den - nachweisbaren - Rechtsbrüchen, Informationsunterschlagungen und Falschaussagen der Bahn und ihrer Lobby rechtzeitig und nachdrücklich Publizität zu verschaffen und dagegen vorzugehen, müssten Sie (und wir übrigen Gegner) nicht diese schmerzhafte Kröte schlucken. Die Volksabstimmung wäre ganz anders ausgegangen.See More
        February 8 at 3:24am · 5
      • Heiko Endrigkeit
        Ich war nie für die Schlichtung, weil mir sofort klar war, dass die nur Zirkus fürs Volk ist. Aber ich interessiere mich schon dafür wer welche Versprechen macht und mit welchen Ausreden die dann wieder gebrochen werden.
        Ich finde es seltsa...m, wenn hier Leute sagen, dass es doch egal ist welche Zusagen nicht eingehalten werden, weil ja einige gegen die Schlichtung waren, weil sie rechtlich nicht bindend ist oder weil einiges zugesagtes nicht machbar sei. Warum dann das Theater erst?! Die Antwort habe ich oben wohl schon gegeben. Aber gilt die dann trotzdem als Legitimierung des Wahnsinns?See More
        February 8 at 5:34am · 2
      • Max Eisenzaia
        Die Umdeutung des VE zur Abstimmung über S21 ist unredlich.

        Vor dem Volksenscheid hat der MP klipp und klar erklärt, dass das Gesetz zur Wahrnehmung von Kündigungsrechten (und nur darüber wurde abgestimmt) nur zustande kommt, wenn alle ver...fassungsmäßigen Bedingungen erfüllt sind, d. h. auch das Quorum erreicht wird.
        Die Umdeutung des VE zu einer Abstimmung über S21 ist abwegig, undemokratisch und zutiefst unredlich. Dass MP Kretschmann sich diese Umdeutung zu eigen macht, kann nach dem , was er vor der Wahl versprochen hatte, nur als Wahlbetrug gewertet werden.
        Den Gipfel an dummdreister Volksverdummung erklimmt Herr Kretschmann, indem er für diese angeblich stattgefundene Abstimmung zu S21 kein Quorum verlangt. Nur 28 % der Wahlberechtigten stimmten mit "Nein" zur Kündigung der Finanzierung. Wenn Kretschmann diese 28% schon hinterfotzigerweise in 28 % Zustimmung für S21 umdichtet, warum sollte dann hierfür nicht auch dass Quorum gelten. Dieses wurde aber weit verfehlt. Kretschmann stellt den Gegnern von S21 damit höhere Hürden in den Weg als den Befürwortern.
        Noch vor der Wahl hatte Kretschmann im Herbst 2010 verkündet: wenn wir (die Grünen) Regierungsverantwortung übertragen bekommen, stellen wir alle Zahlungen für S21 sofort ein und fordern bereits gezahlte Beträge zurück.
        Für ein derartig verantwortungsloses und unredliches Verhalten, das sich nur am Machterhalt orientiert, gibt es keinerlei Entschuldigungsgründe. Da S21 Murks bleibt und Kretschmann das wissen muss, verstößt er auch gegen seinen Amtseid, das Staatsvolk vor Schaden zu bewahren.
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        February 8 at 6:24am · 3
      • Wolfgang Chilper YoHO Money makes the world go around ! Ich find den Kretsche super !
        February 8 at 6:30am
      • Felix Stutengarten
        ‎@Max Eisenzaia: Die S21 Gegner haben in der VA versucht einen gültigen Parlamentsbeschluss zu kippen. Um einen Parlamentsbeschluss zu kippen braucht man eine Stimmenmehrheit und eine Mindestanzahl an Wählern (= Quorum, 33,3%). Das steht au...s guten Gründen so in unserer Landesverfassung.
        Die S21-Befürworter haben den gültigen Parlamentsbeschluss gestützt und müssen deshalb kein Quorum erreichen.
        Und die Nichtwähler wollten übrigens den Parlamentsbeschluss auch nicht kippen.
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        February 8 at 8:11am · 2
      • Henrik Hartmann
        Mit Verlaub, aber das ist Unsinn, verehrter Herr Eisenzaia. NATÜRLICH war die Volksabstimmung eine Abstimmung über S 21. Kein Mensch wusste doch wirklich, was in diesem bescheuerten Gesetz drinstand. Aber jeder hat vor Stimmabhgabe zuerst e...inmal gefragt, ob er mit Ja oder Nein stimmen muss, wenn er für oder gegen S 21 abstimmen will. Alles andere ist schlichte Realtätsverweigerung und beweist lediglich, dass den Verlierern das Ergebnis nicht gefällt. Ich finde das mehr als arm. Und Ihre Zahlenspiele können über eines nicht hinwegtäuschen: Die Mehrheit war und ist FÜR S 21 und alle, die das immer noch nicht akzeptieren, können von mir aus vor Wut platzen oder sich hinrissige Argumente ausdenken, warum sie am Ende angeblich doch gewonnen haben. Das ist deren gutes Recht. Aber belächeln darf man das schon.See More
        February 8 at 10:52am · 5
      • Paul Heim
        Ich halte es für einen verünglückten Einstieg in die Bürgergesellschaft, 41% der Wähler zu einem Großprojekt zu verpflichten, das sie massivst ablehnen. Und ich hoffe, dass, solltes es jemals wieder einen Volksentscheid über ein Großprojekt... geben, es einsichtige Politiker gibt, die erahnen, dass es niemals legitim ist, einen so großen Anteil der Bürger gegen seinen Willen derart in die Pflicht zu nehmen und seine Wertvorstellungen zu verletzen. Hier geht mehr zu Bruch als ein Bahnhof und ein Innerstädtisches Biotop.See More
        February 8 at 12:43pm · 1
      • Uwe Stolz
        Wenn die vom Volk gewählten Verterter, und in diesem Fall sind das die GRÜNEN, nicht auf die Schwachstellen hinweisen, ja wer soll es dann machen? Es ist ärgerlich zu sehen, wie die "Schwarzen" keine Situation auslassen und im wahrsten Sinn...e "Politik" zu machen und das mit dem Hintergrund den GRÜNEN zu schaden. Natürlich soll man nicht Gleiches mit Geichem vergelten, doch darf man auch nicht einfach nur hinhalten bzw. ruhig sein. Es ist die konstruktive Begleitung dieses Wahnsinnprojekts notwendig, und jetzt sind wir wieder bei dem Aufzeigen der Schwachstellen und einem klaren Einfordern diese zu beseitigen oder Alternativen aufzuzeigen. Das ganze natürlich immer mit dem Hintergrund das die Kostenobergrenze, die die Befürworter immer so schön angeführt haben, nun auch nict aus dem Auge zu verlieren.See More
        February 8 at 2:20pm · 4
      • Alexander von Humboldt
        ‎@Max Eisenzaia,
        den Gipfel dummdreister Volksverdummung erklimmen vor allen Sie mit solch schäbigen Anwürfen gegen unseren Ministerpräsidenten. Bei aller verständlicher Wut und Frust, es ist geradezu einzigartig, in welcher Form ein Regier...ungschef mit uns Bürgern offen kommuniziert und dabei eigene Schmerzen und Zweifel reflektiert und eine zumindest ehrenhaften Haltung einnimmt und diese erläutert. Sie scheinen wohl völlig auszublenden, welche politischen Halunken uns die ganze Sache eingebrockt haben, und sich inzwischen in dieser Sache einen schlanken Fuss machen...
        Wollt ihr wirklich lieber Typen wie Mappus, Öttinger, Döring, Wulff?
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        February 8 at 3:22pm · 2
      • Henrik Hartmann
        ‎@Paul Heim: Also wirklich! Legitimer geht es doch gar nicht!!!! Das Projekt hat sämtliche Gremien durchlaufen, alle Genehmigungen erhalten, ein überhaupt nicht erforderliches Schlichtungsverfahren über sich ergehen lassen, einen von den Ge...gnern geforderten Stresstest bestanden und eine Volksabstimmung gewonnen. Mehr geht nicht mehr. Und jetzt ist eben Schluss!!! Wie können Sie da ernsthaft von "Illegitimität" reden? Oder ist das Projekt nur deswegen "illegitim", weil Sie ganz persönlich dagegen sind? Bei welcher Mehrheit würden Sie den die Legitimität eines Projektes befürworten? Bei 60, 70, 80 oder 99 %? Lieber Herr Heim, das Wesen einer Demokratie besteht ausschließlich darin, Mehrheiten für die eigene Position zu gewinnen. Wenn die Mehrheit 50,01 % gegenüber 49,9 % beträgt, dann sollte es eine demokratische Selbstverständlichkeit sein, dass die 49,9 % anerkennen, verloren zu haben, weil sie eben doch nur eine Minderheit sind (wobei die S 21-Gegner viel deutlicher verloren haben). Ab jetzt gilt der Wille der Mehrheit, die eine wirkliche, ganz echte Mehrheit ist und keine "gefühlte" Mehrheit, als deren "Vertreter" sich die Gegner immer gesehen haben. Nun mussten sie schmerzlich erfahren, dass das eben nur eine selbst herbei geredete Phantasterei war, die am Tage der Abstimmung völlig unerwartet und grausam platzte. Wie sagte einst Altbundeskanzler Schröder? "Mehrheit ist Mehrheit!". Da kann ich nur sagen: Genau! Finden Sie sich bitte endlich damit ab. Man kann es nicht mehr hören.See More
        February 8 at 11:20pm · 1
      • Alexander von Humboldt
        ‎@Henrik Hartmann,
        sehen Sie, genau das ist das Problem an dem ganzen Konflikt. Unfähige Menschen auf beiden Seiten, welche nur in Schwarz-Weiss denken können. Gegner, welche nun ausgerechnet Herrn Kretschmann als den wahren Feind ausmache...n, und Befürworter wie Sie, welche nach der ganze skandalösen Historie von Stuttgart 21 sich hier hinstellen, und so tun, als wäre die Beschlussfassung von Stuttgart 21 und der ganze bis heute andauernde sehr zweifelhafte PLanungs- und Genehmigungsprozess ein Ausbund an Legitimität und Modelldemokratie...und was regen sich die Leut' überhaupt auf! So geht's nicht, Herr Hartmann! Genau so eine dreiste-selbstgerechte Haltung der Projektbefürworter ist der Kern des ganzen Problems und hat zu diesem Konflikt maßgeblich beigetragen....das müssten doch inzwischen alle verstanden haben!See More
        February 9 at 1:19am · 5
      • Walter Kohn Der Zauberlehrling:"Die Geister die ich rief.................
        February 9 at 1:52am
      • Niklas Luerßen Heiner Geißler fragte gegen Ende der Streßtestpräsentation "... wollt ihr den Totalen Krieg, wollt ihr den Totalen Sieg ...". Scheinbar ist diese Frage mittlerweile beantwortet...
        February 9 at 2:28am
      • Henrik Hartmann
        ‎@Alexander von Humboldt: Lieber Herr von Humboldt, eines wollen wir doch nicht vergessen: Es geht letztlich nur um den Neubau eines Bahnhofes. Nicht mehr und nicht weniger. Die Befürworter gäbe es heute gar nicht, wenn die Gegner nicht ein...en derart hysterischen Wirbel um dieses Projekt gemacht hätten. Allmählich ist es an der Zeit, dass gewisse Perspektiven und Prioritäten wieder gerade gerückt werden, die sich offenbar in einer Weise verschoben haben, die ich nicht mehr verstehe. Wenn ich hier manche Beiträge so lese, habe ich manchmal den Eindruck, dass einige Leute ihren Lebenssinn nur noch darin sehen, einen Bahnhof zu verhindern. So, als ob es bei Gott nichts wichtigeres gäbe. Das ist doch mittlerweile nur noch peinlich.See More
        February 9 at 5:22am · 1
      • Michael Flurus ‎@Niklas die war gleich beantwortet, als die Keinis im Rathaus im großen Sitzungsaal munter und gerne JA brüllten.
        February 9 at 5:50am
      • Niklas Luerßen hmmm... *an Übertragung erinner* also ich hab nichts dergleichen gehört. Eher war von draußen auf einmal gespenstische Ruhe, als konnten "wir" es selber kaum glauben...
        February 9 at 1:28pm
      • Thomas Schäfer
        Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, die Mehrheit hat sich gegen den Ausstieg entschieden, was nicht notwendig bedeutet, die Mehrheit wolle diesen Bahnhof. Es war ein Fehler, dass die Landesregierung nicht geschlossen hinter dem Gutachten ...des Verkehrsminister zu den Ausstiegskosten gestanden hat. Denn bei 350 Mio. Euro Austiegskosten hätten vieleicht viel dem Ausstieg zugestimmt, die das jetzt nicht getan haben. Ich kann auch die SPD und insbesondere Hern Schmiedel nicht verstehen, sich hinter den von der Bahn interessengeleit propagierten 1,5 Milliarden Euro zu stellen. Das war unverantwortlich. Denn gesetz den Fall, das Ausstiegsgesetz wär beschloccen worden, hätte Her Schmiedel zum Schaden des Landes und zu Lasten des Steuerzahlers größte Mühe gehabt, die Bahn von überhöhten Forderungen abzuhalten.See More
        February 10 at 8:37am · 4
      • Faabi Hoyer
        ‎@ Wilhelm Christian Epp:
        Ich habe einen Tipp für Sie:
        Wenn Sie wirklich Information und Antwort erhalten wollen, formulieren Sie ihre Fragen doch einfach mal NEUTRAL; nicht vorwurfsvoll, nicht kritisierend, nicht abwertend.

        Das ist Teil d...es grundlegenden Problems um den Streit um S-21:
        Der Großteil der (ihrer Ansicht nach) Beteiligten verhält sich wie es Kinder tun, die im Sandkasten um eine Schaufel streiten!

        Das Gegenteil sollte man eigentlich von erwachsenen Menschen erwarten können, und vorallem als logisch denkender Mensch für sich selbst vorraussetzen !!

        Liebe Grüße aus der Jugend
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        February 12 at 4:04am · 2
      • Faabi Hoyer Anhang: Herr Kretschmann: SO SIEHT GRÖßE AUS !!
        Danke =D
        February 12 at 4:06am
      • Henrik Tress Grün vorher= Hoffnungsträger .....
        Grün heute = Hoffnungslos
        February 13 at 4:33pm
      • Peter Stellwag http://www.facebook.com/WinfriedKretschmann/posts/325801970792443
        February 14 at 2:40am
      • Jaes De
        Zum Votum der Volksabstimmung: diese war von vorneherein nur auf die Kostenfrage beschränkt, dabei gibt es so viele andere Punkte, mit denen man dieses Projekt von politischer Seite her hätte anfechten können, bzw. es hätte bloß stellen kön...nen...
        Warum z.B. wurde für alle Öffentlichkeit kein paralleler, vergleichender K21 - S21 - Stresstest durchgeführt? Und warum wurde zu allem, was man hätte noch anführen können, dann nicht eine Volksbefragung (keine Abstimmung!) durchgeführt.
        Ich wäre mir nicht so sicher, ob es z.B. eine Mehrheit FÜR das Projekt gegeben hätte, hätte man gefragt, ob man dafür ist den Nah- und Regionalverkehr zu knappen (was der Vergleichstest hätte aufzeigen können), dafür unendlich viele Kilometer bei schwierigstem Gestein in die Erde zu graben, dafür Milliarden über Milliarden auszugeben (hier könnte man jetzt eine Endlosliste führen), nur um eine größere Innenstadt zu bekommen.
        Die ganze Fragestellung der Volksabstimmung scheint mehr aus der Trickkiste von Manipulateuren zu kommen, als wenn man ein wirkliches Interesse gehabt hätte die Bürger darüber abstimmen zu lassen!!!
        Aber man muss zugeben, die Strategen haben ihr Ziel erreicht, der Widerstand ist daraufhin eingebrochen und hat sich auf einen relativ kleinen harten Kern reduziert, dass man mit einem übergroßen Polizeiaufgebot in besonnener und deeskalierender Art und Weise vom Platz tragen kann... Gratulation!
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        February 15 at 5:11pm
      • Alexander Stehle Ihr wisst halt alles besser macht aber alles schlechter. Und findet keine Ende. Sprüche in schwarz-weiss, Polemisch, verbohrt, verloren. Kein bisschen besser als eure Gegner die NICHT bei den Grünen zu finden sind. Ich kann es nicht mehr hören. Euch kann ich nicht mehr hören.
        February 19 at 8:39am
      • Anne Lie am Schlossplatz vor Ihrer Wahl Herr Kretschmann da waren Sie dafür ... alles Lüge !!! so ködert man Wähler.... Nie wieder grün. Nie wieder!!!i
        February 23 at 5:27pm
      • Thomas Wandt naja, überm acker bin ich schneller , als über die A 8 / A 81 ...
        February 29 at 8:27am