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Aalen City blüht… an der Ritterschule „Selbstgemacht“ Goldammer Floristik hat in Zusammenarbeit mit Steinmetz Haschka diesen tollen Platz gestaltet. Am Mittwoch, 7. September 2016 lädt Sie die Gärtnerei Goldammer ganz herzlich zu einem Kennenlernnachmittag in Tannhausen ein. Betriebsführungen werden angeboten und das Zugcafé hat für Sie geöffnet. Dort werden Kaffee und Kuchen, sowie Pizza, Flammkuchen und ein Vesper angeboten. Um eine Anmeldung wird gebeten. Tel: (07964)3309390.
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Sonnenuntergang - Aalbäumle
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Kocherursprung
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"Erst die Zeit / dann eine Fliege / vielleicht eine Maus /dann möglichst viele Menschen / dann wieder die Zeit", zitiert Thilo Rentschler den Dichter Erich Fried.

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12 hrs

Ein Stein, ein Mensch
Erinnerung an acht Opfer des nationalsozialistischen Regimes

Überraschend viele Aalener Bürger sind in die Oesterleinstraße (damals Kocher...straße) gekommen, dorthin, wo einst das Haus Nummer zehn stand. Heute ein leerer Ort, nur noch ein Parkplatz für Lastwagen. Im Halbkreis stehen sie um einen „Stolperstein“, eine in den Boden eingelassene kleine Messingplatte in Kopfsteinpflastergröße. Entworfen und verlegt werden die Stolpersteine von Gunter Demnig, der mit seiner Arbeit an die Opfer des nationalsozialistischen Völkermords erinnern möchte. Die "Stolpersteine" werden im Bürgersteig vor jenen Häusern eingelassen, in denen von den Nazis verschleppte oder in den Selbstmord getriebene Bürger lebten, vor deren letzte aus freien Stücken bezogene Wohnstätte. Die "Stolpersteine" des Kölner Künstlers sind bewusst unauffällig gehaltene Kleindenkmale, auf denen Name, Lebensdaten und Todesart eines einzelnen Opfers zu lesen sind. Eine unaufdringliche wie stille Mahnung.
Stolpersteine wollen nichts erzwingen. Dagegen spricht ihr minimalinvasiver Charakter. Doch wer stehenbleiben will, kann stehen bleiben. Wer nicht will, geht weiter. Mithilfe eines Bauhofmitarbeiters löst Gunter Demnig Pflastersteine aus dem Boden. Jetzt in der Bahnhofstraße, direkt vor der Volksbank. Auch hier, an der zweiten Station versammeln sich viele Aalener, beobachten, wie der Künstler sieben goldglänzende Stolpersteine in die entstandene Lücke legt, befestigt, um am Ende die Messingflächen nochmals zu polieren. Europaweit erinnern mittlerweile rund 60.000 Stolpersteine an die Opfer des NS-Regimes. In der Aalener Oesterleinstraße an Fanny Kahn, die 1942 im Alter von 71Jahren zunächst von Aalen nach Bopfingen-Oberdorf zwangsumgesiedelt und wenige Wochen später im Vernichtungslager Treblinka ermordet wurde. Die Stolpersteine in der Bahnhofstraße erinnern an die Familie Heilbron, die bis Anfang der 1930er Jahre hier ein Warenhaus betrieb. Vor Repression und Verfolgung durch Aalener Nationalsozialisten flohen die Eheleute zunächst nach Wiesbaden. Der behinderte Sohn der Familie wurde ermordet, später auch die Mutter. Der Tochter der Familie gelang mit Mann und Kindern die Flucht ins Ausland.

Mehr dazu und weitere Fotos im Aalener Kulturjournal unter https://www.aalener-kulturjournal.de/theater…/stolpersteine/

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Zur Erinnerung!

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Feine Musik in feinem Ambiente:

Am Sonntag, den 25. Februar, sind Aleksandra und Alexander Grychtolik zu Gast in der Aalener Villa Stützel mit virtuoser Spielf...reude und Improvisationskunst widmen sie sich der Musik des Barocks.
Mehr dazu im Aalener Kulturjournal unter https://www.aalener-kulturjournal.de/…/25-02-villa-stützel…/

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Salmón fresco!
Unser Frischlachs - Filet in Orangensalzkruste - ein ganz besonderer Genuß! Noch bis zum 28.02. auf unserer Wochenkarte.Guten Appetit!

Tischreservierung Online: https://lucio-aalen.de/reservierung/ – – hier: LUCIO Tapas Bar y Vino

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LUCIO Tapas Bar y Vino
Spanish Restaurant
LUCIO Tapas Bar y Vino is with Juan Aalen at LUCIO Tapas Bar y Vino.

Salmón fresco!
Unser Frischlachs - Filet in Orangensalzkruste - ein ganz besonderer Genuß! Noch bis zum 28.02. auf unserer Wochenkarte.Guten Appetit!

Tischreservierung Online: https://lucio-aalen.de/reservierung/

Ein Abend von und mit Lutz Görner
Am Flügel: Nadia Singer

Seit einigen Jahren begeistert ‘die lyrische Stimme Deutschlands‘, wie die FAZ Lutz Görner nennt, sein Publikum, mit den von ihm erfundenen Klavierabenden. Diese Abende sind immer eine Mischung aus Literatur und Musik. Literatur von und über den Komponisten, dessen Musik Sie hören.

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MAR3
Sat 7:30 PM UTC+01Zeiss Forum Oberkochen, Carl-Zeiss-Straße 22

Erinnerung an die Jugend: Fast jede Generation kennt den "Steppenwolf". Insbesondere Ü50 sah sich beim Aalener Theaterring mit der Vergangenheit konfrontiert. Mehr dazu https://www.aalener-kulturjournal.de/…/theaterring-aalen-s…/

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Theaterring Aalen: Badische Landesbühne inszeniert den "Steppenwolf"
Die Hölle meines Inneren

„Wie ein Traum fährt mein Leben dahin, und wie ein Maskenfest.“ ... Vor bald 100 Jahren - übrigens kurz nach der Fertigstellung von "Siddhartha" - stellte der Schriftsteller Hermann Hesse diesen Satz vor sein "Tagebuch eines Entgleisten". Der gedankliche Auftakt zum "Steppenwolf", ein Roman, der seit seinem Erscheinen 1927, insbesondere junge Menschen immer wieder aufs Neue in seinen Bann zieht und begeistert. In den 1970er Jahren gehörten "Siddhartha" und der "Steppenwolf" genauso zum Muss wie der graue Mantel mit Fischgrätenmuster. In genau solch einem lässt Regisseur Wolf Rahlfs seinen Harry Haller (eindrücklich gespielt von Markus Hennes) auf die in Schwarz gehaltene Bühne treten. Eingehüllt in eine zeit- und raumentrückte Welt geht der Steppenwolf auf die Suche nach dem eigenen Ich. Die Badische Landesbühne macht daraus kein Schabernack und keine Werbeveranstaltung für "Sex & Drugs", sondern lehnt sich zurecht eng an Hesses Original an, um die facettenreiche Persönlichkeit des Protagonisten mitsamt ihren Widersprüchen zu offenbaren. Harry Haller ist der "Steppenwolf". Ein Intellektueller, der sich vor der Welt und vor sich selbst ekelt. Er verkörpert das zerrissene Ich, den einsamen Wolf, der die moderne Großstadt durchstreift.
Zwei Seelen finden sich in dessen Brust: die bürgerliche, angepasste Seite und die unangepasste, kulturkritische. Er leidet am Leben, am Krieg, an der Orientierungslosigkeit seiner Zeit. Am Niedergang der abendländischen Kultur. "Es ist die Geschichte eines Menschen, welcher komischerweise darunter leidet, dass er zur Hälfte ein Mensch, zur anderen ein Wolf ist", schreibt Hesse 1925, als er den Roman zu planen beginnt.

Das Leben als Dreckshölle der Herzensleere und Verzweiflung

Alle Menschen haben diese Doppelnatur, können im Unterschied zu Haller diese aber ausbalancieren. Der sucht das Extreme, trinkt zu viel, vernachlässigt sich. Die Annehmlichkeiten des bürgerlichen Lebens schätzt er durchaus, verachtet aber die bürgerlichen Pflichten und Institutionen, will "fressen, saufen und morden". Sein Problem ist der Konflikt zwischen dem "Wölfischen" und "Menschlichen", der sein Leben zur "Dreckshölle der Herzensleere und Verzweiflung" macht. Er beklagt die von "Aktiengesellschaften ausgesogene Erde", gleichzeitig lebt er von den Zinsen seiner Wertpapiere. Mit seinem Wissen kann er aus unterschiedlichen Gründen nichts anfangen. Sein Drang nach Freiheit führt in die Einsamkeit. In Gedanken spielt er mit Selbstmord.

Weiterlesen im Aalener Kulturjournal unter https://www.aalener-kulturjournal.de/…/theaterring-aalen-s…/

Fotos: Badische Landesbühne (Peter Empl)

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"Navajas a la Plancha" ...das klingt gut!
Heute wieder frisch eingetroffen - Schwertmuschel vom Grill, mit Knoblauch und nativem Olivenöl - ein Angebot aus unserer Wochenkarte (noch bis zum 28.02.) Guten Appetit!

Tischreservierung Online: https://lucio-aalen.de/reservierung/

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"Navajas a la Plancha" ...das klingt gut!
Heute wieder frisch eingetroffen - Schwertmuschel vom Grill, mit Knoblauch und nativem Olivenöl - ein Angebot aus unserer Wochenkarte (noch bis zum 28.02.) Guten Appetit!

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Aalens Stolpersteininitiative möchte an die Verfolgten und Ermordeten der nationalsozialistischen Dik-tatur durch sogenannte entsprechenden „Stolperstein“ erinn...ern.
Der Künstler Gunter Demnig verlegt seit 1996 diese Stolper-steine. Am Mittwoch, 21. Februar 2018 wird er in Aalen acht Stolpersteine verlegen. Einen zum Gedenken an Frau Fanny Kahn um 11.30 Uhr in der Oesterleinstraße 10 in Aalen und sieben zum Gedenken an die Familie Heilbron ab ca 12.20 Uhr in der Bahnhofstraße 18.
Mehr dazu unter https://www.aalener-kulturjournal.de/…/vorankündigungen/21…/

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Liebe Musikfreundinnen, liebe Musikfreunde,

herzlich willkommen zur neuen Kammermusik-Saison 2018. Wir möchten sie herzlich einladen zu unserer Konzertreihe im ...ZEISS Forum in Oberkochen, der Villa Stützel in Aalen und auf Schloss Fachsenfeld. Erstklassige Konzerte mit herausragenden Künstlerinnen und Künstler, Musikerinnen und Musiker erwarten sie.

Hier geht es zum Programm: http://www.kmfbw.de/programm.html
Karten sind erhältlich bei: www.xaverticket.de, Musika Aalen und im ZEISS Forum.

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Gegründet in Karlsruhe, hat sich das Kammermusikforum in Baden-Württemberg als eingetragener Verein zum Ziel gesetzt, auf gemeinnütziger Basis die Kammermusik zu fördern. Das Kammermusikforum in Aalen bietet auf Schloss Fachsenfeld sowohl international erfolgreichen Künstlern als auch aufstrebe...
kmfbw.de

Wetter am Wochenende? Total mies! Wie wär´s zur Abwechslung mit einem Buch? Wie wär´s mit Jakob Heins "Die Orient-Mission des Leutnant Stern"? Spannend zu lesen, weil fantastisch, bizarr und konstruiert. Aber wahr!
Mehr dazu im Aalener Kulturjournal unter https://www.aalener-kulturjournal.de/…/jakob-hein-die-orie…/

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Anne Kullmann

Hein, Jakob: Die Orient-Mission des Leutnant Stern
Wie eine Zirkustruppe den Lauf der Geschichte ändern sollte

Der Roman beginnt 1914 im noblen abgelegenen Bade...ort Coxyde an der französischen Grenze. Belgier, Deutsche, Engländer, Franzosen verbringen "am schönsten Ende der Welt" den Sommer. Sie ahnen nicht, dass bald ein Krieg ausbricht, der die europäischen Völker sich in einem Bruderkrieg zerfleischen lässt. Unter ihnen Edgar Stern, Sohn einer Frankfurter jüdischen Unternehmerfamilie.
Jakob Heins literarischer, historischer Roman „Die Orient-Mission des Leutnant Stern“ erzählt die wahre Geschichte des jungen Leutnants Edgar Stern, der im Ersten Weltkrieg an der Westfront und im Nahen Osten eingesetzt ist. "Manche Geschichten würde einem der Leser nicht abnehmen, weil sie zu fantastisch, zu bizarr und zu konstruiert klingen. Aber diese Geschichte ist so passiert", erklärt der Autor.
Stern, vor dem Krieg journalistischer Mitarbeiter des Reichstagsabgeordneten Gustav Stresemann, kennt sich bestens aus in der Kolonial-und Flottenpolitik, tritt weltgewandt auf. "Ungestüm und tatendurstig, voller Pläne und ohne Rücksicht auf Vorschriften und Gegebenheiten", ist er der richtige Mann, um einen skurrilen Plan umzusetzen. Das Ziel: Die ganze muslimische Welt soll sich unter der Führung des türkischen Sultans zu einem Aufstand erheben. "Die Briten in Indien, die Franzosen in Nordafrika, die Russen mit ihren Tartaren - die ganze Entente hätte ein riesiges Problem!" Die Gegner wären gebunden.

Abenteuerliche Reise ins Ungewisse

Kaiser Wilhelm II., "ausgewiesener Freund aller Muslime", hingegen wäre der Sieg gewiss.
14 muslimische Gefangene sollen, getarnt als Wanderzirkus - Sterns Idee - unauffällig nach Konstantinopel gebracht, feierlich dort freigelassen werden, um die Unterstützung des Sultans für den Dschihad zu erhalten. Eine "abenteuerliche Reise ins Ungewisse". Durch Österreich-Ungarn, Rumänien. Auch durch "Feindesland". In Konstantinopel wird die Truppe begeistert empfangen. Sind doch Deutschland und das Osmanische Reich Verbündete. Allerdings läuft die Mission etwas anders als geplant.
Das Hintergrundrauschen des Romans kündigt das Ende einer alten und den Beginn einer neuen Epoche an. Mit dem Ersten Weltkrieg als Zäsur. Spürbar die Kriegseuphorie von 1914, deutlich vernehmbar antisemitische und nationalistische Töne. Was auch Stern erleben muss. Rasante technisch-industrielle Entwicklungen verwandeln die Welt. Chaos auf den Straßen Berlins: Automobile, Straßenbahnen, Pferdebusse, bäuerliche Pferdefuhrwerke - Alt und Neu nebeneinander. Dazu Fahrräder und Fußgänger. Ein ängstlicher Mensch müsse leicht um sein Leben fürchten, ist zu lesen.

Weiterlesen im Aalener Kulturjournal unter https://www.aalener-kulturjournal.de/…/jakob-hein-die-orie…/

INFO
Jakob Hein, Die Orient-Mission des Leutnant Stern
Galiani Verlag Berlin
18 Euro


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Aus grauer Städte Mauern mal hoch aufs Härtsfeld ziehen. Genauer: hin zur Kapfenburg. Kommende Woche spielt hier Thomas Scheytt Boogie-Woogie und Blues.

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Accelerando-Reihe 2018 startet: Thomas Scheytt auf Schloss Kapfenburg

Blues & Boogie-Woogie im Blut
Am 22. Februar eröffnet Thomas Scheytt die Accelerando-Konze...rtreihe 2018 auf Schloss Kapfenburg. Der zweifache Gewinner des German Blues Awards gehört zu den besten Pianisten der Blues- und Boogie-Szene, in seinem Spiel vereint er technische Brillanz mit Authentizität und Emotion.

Blues muss man nicht einfach nur spielen können, man muss ihn in sich haben. Und Thomas Scheytt scheint er regelrecht durch die Adern zu fließen; die Blutgruppe: Boogie-Woogie. Wenn er spielt, entsteht so nicht nur Musik, er erzählt fesselnde Geschichten mit dem Flügel.

Der Sohn eines Pfarrers erhielt schon früh Klavier- und Orgelunterricht und liebäugelte zeitweise mit einer Ausbildung zum Kirchenmusiker. Doch sein Wunsch, Philosophie zu studieren, war stärker und führte ihn geradewegs zu einer Karriere als Bluesmusiker. Heute gehört Scheytt zu den meistbeschäftigten Musikern der europäischen Blues- und Boogie-Szene. Als Solist und mit seinen Formationen „Netzer & Scheytt“ sowie dem Trio „Boogie Connection“ begeistert er regelmäßig in Jazzclubs und auf Festivals rund um den Globus.

Mehr dazu im Aalener Kulturjournal unter
https://www.aalener-kulturjournal.de/…/22-02-schloss-kapfe…/

Karten für das Konzert am Donnerstag, 22. Februar 2018, 19.30 Uhr im Fürstensaal auf Schloss Kapfenburg gibt es im Vorverkauf zu 22,50 Euro, ermäßigt ab 17,00 Euro (inkl. aller Gebühren) unter Fon +49 7363 96 18 17, auf www.schloss-kapfenburg.de und an allen CTS-Vorverkaufsstellen.

Fotos: Felix Groteloh

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Feine Musik in feinem Ambiente:

Am Sonntag, den 25. Februar, sind Aleksandra und Alexander Grychtolik zu Gast in der Aalener Villa Stützel mit virtuoser Spielf...reude und Improvisationskunst widmen sie sich der Musik des Barocks.
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Wer sagt denn, Aalen hätte mit dem Brexit nichts am Hut? Feucht fröhlich geht´s diesbezüglich auf der Bühne im Wi.Z zu. "Get back" heißt die mit schwarzem Humor gewürzte Komödie, der ein klein wenig Realität aber nicht abgesprochen werden kann.

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Theater Aalen: Ein britischer Liederabend
Get Back

Aus dem Halbdunkel ertönen hexenartige Stimmen. Die drei unheimlichen Schwestern aus "Macbeth"? Würde passen,... schließlich geht es über den Kanal ins Brexitland. Doch "Get Back" - so heißt das Theaterstück - zieht eher eine Verbindung zu den "Beatles" und zu "Swinging Sixteens". Das ist schließlich very British! Von der Sprache abgesehen, denn Diana Wolf, Philipp Dürschmied, Bernd Tauber und Arwid Klaws parlieren in publikumsfreundlichem Deutsch. Das Wörterbuch darf zurück in die Manteltasche. Pianomann Claus Wengenmayr verleiht dem Ganzen nett schwäbelnd ebenfalls eine mehr kontinentale Note. Der Sprache zum Trotz: Eines wird schnell klar, auf dieser zum Pub umfunktionierten Bühne legt das Brexit-Virus alles lahm.
Auch bei dem Quintett zeigen sich rasch die Folgen der Infektion: Neben den üblichen Kneipenkonversationen wird gejohlt, genörgelt, gezweifelt. Und gesungen, gelacht, getanzt. Alles unter den Blicken des großen Bruders Big Ben, dessen Zeiger symbolgeladen auf Fünf vor Zwölf stehen. High Noon! Regisseurin Tina Brüggemann spielt in dem Stück mit solch Symbolhaftem. Unübersehbar der rotglühende Sonnenuntergang hinter Big Ben. Stichwort Untergang - als sei nicht die Titanic, sondern die Britannia im Eismeer versunken. Melancholie ruht über der Szenerie, fehlt eigentlich nur noch Céline Dions "My heart will go on".
Aber ein Pub ist eben kein Traumschiff, weshalb der Alkohol aller Schwermut Grenzen setzt. So darf zum Vergnügen des Publikums aufgeheizt politisiert, diskutiert und schwadroniert werden. Würde Claus Wengenmayr jetzt John Lennons "Revolution" spielen, wäre sicherlich niemand verwundert. Schließlich geht es um den Brexit, um die Veränderung der Welt, zumindest die der Insulaner. Make Britain great again! Noch so ein möglicher Kneipen-Schlachtruf, dem manch einer auf der Insel in der Hoffnung erlegen zu sein scheint, mittels Brexit dem vermeintlichen Schlamassel namens Europa zu entkommen. Vielleicht soll auch nur verzweifelt, der normativen Kraft des Faktischen etwas entgegengesetzt werden. Und sei es bloß eine der möglichen Alternativen zur Wirklichkeit, wie sie längst bis hoch in the Prime Minister´s Office hoffähig geworden sind. Andere hingegen raufen sich darob zwar die Haare und der Rest der Welt versteht sowieso nichts mehr. Da kommt doch Ron Goodwins fröhlich leichte Miss-Marple-Melodie wie gerufen.
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INFO
Weitere Aufführungstermine (jeweils im Wi.Z)
16. Februar, 20 Uhr
18. Februar, 19 Uhr (im Anschluss „Theater trifft...“ den Städtepartnerschaftsverein)
24. Februar, 20 Uhr
25. Februar, 19 Uhr.
März
01. März, 20 Uhr
09. März, 20 Uhr (Frauenvorstellung mit einer Sufragette als Special Guest)
18. März, 19 Uhr
22. März, 20 Uhr (im Anschluss „Theater trifft...“ Dr. Wolfgang Palm)
25. März, 19 Uhr.

Karten: Telefon 07361 / 522600, E-Mail kasse@theateraalen.de oder www.reservix.de.
Infos unter www.theateraalen.de

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Die Oschtalb Ruassgugga Aalen feiern in diesem Jahr ihr 40 jähriges Jubiläum. Die große Party steigt am 8. Februar ab 16 Uhr in der Helferstraße!

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