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Antifa Kongress Bayern
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Während die Polizeibehörden weiterhin den Antifa-Kongress im Münchner DGB-Haus diskreditieren, haben die Neonazis der Münchner Pegida auf ihrer Kundgebung gegen den Antifa-Kongres vor dem DGB-Haus klar gemacht, wofür sie stehen. Auf einer Leinwand zeigte Pegida eine direkte Anspielung auf die Bekenner-Videos des NSU.
Die Projektion zeigte den Pegida-Kader Heinz Meyer neben einem Bild von Paulchen Panther. Im Stile der Fernsehserie, die der NSU auf die gleich Art in seinem Bekenner-Video aufgriff, heißt es dort u.a.:

„Von Wies’n bis DGB Haus ist’s nicht weit / Da nimmt sich Paulchen gerne Zeit / Zu Gast heut bei der PEGIDA / erblickt er drüben die Antifa / Und denkt bei sich: ‚es müsst die Plagen, / doch jetzt der DGB verjagen. / Irgendetwas läuft hier schief, / Wie gut, man das Paulchen rief!‘ / Von jetzt ab, da ist eines klar: Das Paulchen jagt bald Antifa!“ (sic!)

In wenigen hundert Metern Entfernung zum DGB-Haus befindet sich der Tatort des Oktoberfest-Attentats. 1980 ermordete der Neonazi der „Wehrsportgruppe Hoffmann“ Gundolf Köhler hier zwölf Menschen und verletzte Unzählige. Es ist der größte Terroranschlag der deutschen Nachkriegsgeschichte. Auch nehmen die Pegida-Aktivisten klaren Bezug auf die Bekenner-Videos des NSU. Auch dieser nutze Ausschnitte aus den Paulchen-Panther-Filmen und schnitt dazwischen Tatortbilder der Morde und Anschläge.

Unbesehen von den rechten Drohungen ist der Antifa-Kongress ein riesiger Erfolg. Mehr als 400 Teilnehmer_innen haben gestern und heute bereits am Kongress teilgenommen.

Das große Abendpodium des Kongresses wird sich mit Kontinuitäten rechten Terrors beschäftigen. Die Drohungen von Pegida haben mehr als bestätigt, dass die Debatte um rechten Terror und antifaschistische Gegenstrategien wichtiger denn je ist.

Es diskutieren Martina Renner, Doris Liebscher, Carl Melchers und ein Beobachter des „Gruppe Freital“-Prozesses. Los geht's um 20 Uhr.

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