Frau als sexualisierter Blickfang + Pornoästhetik.

Ich habe die Geschäftsleitung von Gall Pharma dazu aufgefordert, diesen Flyer zurück zu ziehen & habe ihn auch beim Österreichischen Werberat beanstandet.
Du magst dem Unternehmen auch schreiben? Hier die Mailadresse und anbei mein Brief an die Geschäftsleitung, den du gerne übernehmen kannst: office@gall.co.at

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Sehr geehrte Geschäftsleitung von Gall Pharma,

mir wurde Ihr Flyer übermittelt, mit dem ihr Unternehmen seine vegane Produktpalette bei heimischen Apotheken beworben hat. Zwischen der Titelseite ihres Flyers und den beworbenen Produkten ist nicht nur kein Zusammenhang festzustellen, vielmehr benutzen sie eine Frau als sexualisierten Blickfang für ihre Produkte.

Der Flyer zeigt eine Frau mit nacktem Oberkörper, ekstatischem Gesichtsausdruck und einer Banane. Die Anleihen an pornografischer Ästhetik sind genauso evident wie plump. Die visuelle Ebene wird durch ein „Wir machen’s jetzt vegan“ verstärkt. „Wir machen’s jetzt vegan“ – also mit einer veganen Banane, statt mit einem erigierten Penis aus Fleisch?

Ich weise Sie darauf hin, dass ihre Werbung gegen den Ethik-Kodex des Österreichischen Werberates verstößt. Dieser hält unter Par. 2.1.1. fest, dass geschlechterdiskriminierende Werbung dann vorliegt, wenn „sexualisierte Darstellungsweisen ohne direkten inhaltlichen Zusammenhang zum beworbenen Produkt verwendet werden.“ Dies trifft auf ihren Flyer zu, weshalb ich ihren Flyer bereits beim Österreichischen Werberat beanstandet habe.

Ich fordere Sie deshalb dazu auf, diesen Flyer sofort zurück zu nehmen und sexistische Werbungen künftig zu unterlassen.

Mit besten Grüßen
Meri Disoski
Frauensprecherin, Die Grünen

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