DIESMAL NICHT SPÖ. UND NICHT GRÜNE. SONDERN UNS.
Heute früh am Wahltag fragen sich immer noch viele: SPÖ? Grüne? Oder uns, die Liste Pilz?
Vielleicht helfen ein paar Argumente:
...1. SPÖ
Wenn die SPÖ passabel abschneidet, wird sie mit der FPÖ regieren. Das ist für Kern die einzige Chance, Kanzler zu bleiben. Bruno Kreisky hat aufgeklärte Bürgerliche aufgefordert, mit ihm ein Stück des Weges zu gehen. Kern richtet diese Aufforderung an Strache. So weit ist es gekommen.
Wenn die SPÖ verliert, wird sie einen Neuanfang versuchen müssen. Das ist nicht das Schlimmste, was ihr passieren kann. Vielleicht ist es sogar das Beste. Wahrscheinlich ist es zum ersten Mal so: Wer die SPÖ erneuern will, darf sie diesmal nicht wählen.
2. GRÜNE
Wahrscheinlich werden die Grünen im Nationalrat bleiben. Aber wenn nicht – dann werden sie beim nächsten Mal wieder kandidieren, weil sie in sechs Landesregierungen und in Hunderten Gemeinden gut verankert sind.
Eine parlamentarische Auszeit wäre auch das Aus für die Gruppe, die die Grünen bürokratisiert, isoliert und ins Abseits geführt hat.
Natürlich würden etliche grüne Abgeordnete fehlen. Aber die Grünen würden wiederkommen, so wie sie das in anderen Ländern schon getan haben.
Es gibt nach wie vor einige gute Grüne, Grüne zu wählen. Aber es gibt erstmals auch viele, das gerade jetzt nicht zu tun.
3. UNSERE LISTE
Wenn wir den Einzug nicht schaffen, ist es vorbei. Der heutige Wahltag entscheidet darüber, ob wir im Nationalrat etwas Neues aufbauen – oder nicht.
Dann wird es im nächsten Nationalrat zum ersten Mal seit 31 Jahren keine starke Kontrolle mehr geben. Und der Versuch einer Neugründung einer politischen Alternative links der Mitte wäre diesmal gescheitert.
Es wäre schade. In den letzten Wochen habe ich gelernt: Wir sind ein wunderbares Team, starke junge Frauen und ein paar erfahrene Abgeordnete wie ich. Erstrangige Experten und Expertinnen aus vielen Bereichen. Und Menschen, mit denen es Freude macht, unser Land zu verändern.
Wir haben einen tollen Wahlkampf geführt. Mit einem Plakat und null Inseraten. Mit wenig Geld. Das haben wir durch Ideen kompensiert. Und gezeigt, dass auch vor einer Wahl Geld nicht das Wichtigste ist.
Wir haben der FPÖ Protestwähler abgeworben und versucht, so viele Nichtwählerinnen wie möglich zurück an die Urnen zu holen.
Bis zum Schluss haben wir um mehr Gerechtigkeit gekämpft und fast noch ein großes neues Gesetz für alleinerziehende Frauen und ihre Kinder geschafft.
Ich weiß, was wir können und was alles noch möglich ist. In ein paar Stunden wissen wir, ob es geht.